Wie man Jugendliche für die Bildung motiviert

Das Bildungskonzept talentCAMPus wird in Bad Königshofen schon seit 7 Jahren genutzt

Seit 2013 sind in den Bad Königshöfer Ferienprogrammen die Kurse innerhalb des „talentCAMPus“ sehr beliebt. Jetzt wurde Renate Knaut, Pädagogische Leitung bei der Vhs Rhön und Grabfeld,  gemeinsam mit Niyaz Behdarvand und Hoshyar Mohammed eingeladen, an einem Seminar teilzunehmen und ihre Erfahrungen zu schildern.  
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Der talentCAMPus dauert meistens fünf Tage und bietet die Möglichkeit, an einem Thema länger dranzubleiben, sich ausführlich unter der Führung von kompetenten Referenten damit zu befassen und zu einem Ergebnis zu kommen. Seit 2013 sind in Bad Königshofen und Umgebung 81 Projekte durchgeführt worden, davon 13 in diesem Jahr. Die Teilnahme ist kostenfrei, dank der Finanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Ziel ist, Talente zu entdecken und zu fördern sowie außerhalb der Schulen jungen Leuten Bildung und Kultur zu vermitteln. Interessante Themen sind bereits in Theorie und Praxis behandelt worden, zum Beispiel der Umgang mit Fotografie und Film, Theater und Kunst, Leben in der Steinzeit und Besichtigungen von kulturellen Stätten und Ausstellungen.  
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Gastgeber des virtuellen Seminars waren Michael Kempmann Projektleiter den talentCAMPus vom dvv und Uwe Krzewina, Leiter der Otto-Suhr-vhs in Berlin-Neukölln. Kempmann ist der direkte Ansprechpartner, die Finanzierungsanträge für die talentCAMPus-Projekte laufen über ihn. Wo sich die Bad Königshöfer einbringen konnten, war die Frage „Wie werden aus Kursteilnehmern Helfer und sogar Referenten?“ Viele ältere Kinder, die anfangs begeistert dabei sind, fühlen sich als Teenager oft „uncool“, wenn sie als Teilnehmer auftauchen, nur wenige sind bereit, als Helfer mitzumachen und noch weniger werden selbst zu Referenten. „Peer-Teaming“ (Gleichaltrige als Ansprechpartner) soll hier niederschwellig helfen, die jungen Leute länger in den Bildungsprogrammen zu halten. Darüber gab es einen Punkt im Programm des zweiten Tages, in dem ein Interview mit den Bad Königshöfern angesetzt war. Zum Glück waren die technischen Probleme, die es anfangs gab, behoben und so konnten die eigenen Erfahrungen weitergegeben werden.  
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„Es war nicht langweilig, wir haben die ganze Zeit diskutiert, Fragen gestellt und beantwortet“, sagte Niyaz Behdarvand, die früher Teilnehmerin war und jetzt Hip Hop- Kurse für Kinder gibt. Sie ist 20 Jahre alt, kam 2018 aus dem Iran und besucht gerade die FOS in Schweinfurt. Nach dem Abitur will sie entweder Journalismus oder internationale Wirtschaft studieren. Sie hat aus den talentCAMPus-Projekten viel gelernt. Aus dem Seminar nimmt sie neue Ideen und neue Vokabeln mit. Ähnliches sagt Hoshyar Mohammed, der vor allem in den Theater- und Tanzgruppen mitgemacht hat und jetzt als Helfer aktiv ist. Er kam 2015 aus Syrien und will nach der FOS Chemie, Biologie und Pharmazie studieren.  
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Ideen, wie man Jugendliche motivieren kann, wie man Online-Seminare durchführt und welche Lösungsmöglichkeiten andere Seminarteilnehmer gefunden haben, nehmen die Bad Königshöfer mit. Sie hoffen, dass in naher Zukunft wieder viele talentCAMPus-Projekte mit interessanten Themen stattfinden können. Text und Bild: Regina Vossenkaul

 

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