nachgehakt und nachgefragt

im vhs-Gespräch mit Eberhard Streit (ehemaliger Bürgermeister Stadt Mellrichstadt) und Florian Schmitt, Geschäftsführer der vhs Rhön und Grabfeld

Im Jahr 2020 trat Eberhard Streit, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Mellrichstadt, seinen wohlverdienten Ruhestand an. Seit vielen Jahren war Herr Streit abwechselnd als Vorsitzender des Aufsichtsrates, sowie der Gesellschafterversammlung unserer vhs Rhön und Grabfeld gGmbH tätig. Diesbezüglich haben wir ihn noch einmal zu einem kleinen Gespräch eingeladen, bei dem wir natürlich über die vhs sprachen, einige Ereignisse der letzten Jahre reflektieren konnten und auch etwas in die Zukunft blickten.  


Welchen Bezug hatten Sie in Ihrer Laufbahn zur vhs?
Die vhs ist aus meiner Sicht immer ein wichtiges Thema für den Bürgermeister der Stadt Mellrichstadt. Erwachsenenbildung ist eine Aufgabe, der sich eine Kommune stellen muss. Es ist natürlich in jedem Fall ein wichtiger, wenn auch sogenannter „weicher Standortfaktor“, d. h. wenn so ein Angebot fehlt, fehlt auch ein gutes Argument um in diese Stadt zu ziehen. 
>

Was ist die vhs Rhön und Grabfeld für Sie persönlich?
Die vhs hat bereits die Stadträte und Bürgermeister vor mir beschäftigt und sie war auch bei uns immer wieder ein Thema. Die richtige und aktuell beste Organisation zu finden war nie einfach. Es galt dabei immer die Interessen einer ganzen Region zu berücksichtigen, denn immerhin erstreckt sich unsere vhs über ein sehr großes Gebiet. Für mich war sie deshalb über die vielen Funktionen der vhs hinweg auch ein gutes Beispiel und eine große Herausforderung zur Organisation für Interkommunaler Zusammenarbeit  
>

Ist eine vhs für Sie vor Ort, in der Region, wichtig? Welche Vorteile bringt das dem Bürger?
Darüber haben wir in Verbindung mit der Änderung der Organisation und der Umwandlung der vhs in eine GmbH viel und ausführlich diskutiert. Eine wichtige Funktion die wir der VHS dabei zugedacht haben ist es wohl, dass wir mit der vhs auch in der Zukunft eine kommunal getragene Einrichtung haben werden, über die sich vieles organisieren lässt. Gerade dann, wenn durch den Rückzug von Vereinen und dem Wegbrechen ehrenamtlichen Engagements in vielen Orten Angebote ausfallen kann das über die vhs aufgefangen werden und darüber hinaus können auch neue aktuelle Themen professionell organisiert und angeboten werden.

Was bedeutet für eine Kommune, wenn eine vhs vor Ort ist? 
Die vhs als Institution bietet viele Möglichkeiten um zu gestalten, das zeigt unsere vhs alle Jahre wieder mit einen interessanten Programm, das zeigt sie mit Veranstaltungen wie z. B. dem Welt-Dia-Vision-Festival, das zeigt sich, wenn sich junge Menschen an ihrem Wohnort beruflich weiterbilden möchten und das hat sich auch bei der großen Herausforderung gezeigt, die es mit Blick auf die Integration von Flüchtlingen von 2015 bis heute zu bewältigen galt.  
>

Die vhs ist ein Erwachsenenbildungsträger, jedoch ist die vhs mehr, auch für Kinder und Jugendliche. Ist das die Zukunftsrichtung: eine vhs für ALLE Altersgruppen - 
Was halten Sie davon?
Das muss das Ziel sein. Denn nur wenn sich alle dort wiederfinden wird auch die Akzeptanz und die Bereitschaft die vhs zu unterstützen hoch bleiben.  Und nur wenn die vhs in allen Altersgruppen Angebote macht wird sie auch von allen wahrgenommen und von allen getragen werden.  
>
Die vhs kann das ja auch, vielleicht noch nicht überall in der Region in allen Themenbereichen gleichmäßig verteilt, aber gerade mit Blick auf die Jugend können wir vielleicht Modelle aus KÖN auch ins Streutal übertragen und bei anderen Themen umgekehrt verfahren. Wenn es gelingt wächst darüber auch die ganze Region noch besser zusammen.  

Haben Sie selbst schon einmal einen Kurs oder Veranstaltung besucht?
Das ist ganz lange her. Zuerst war ich fast 25 Jahre für SIEMENS viel unterwegs und dass als Familienvater und in den letzten vierzehn Jahren hat mir mein Bürgermeisteramt nicht viel Zeit für private Interessen gelassen. Aber ich habe ja jetzt die Zeit und kann mich persönlichen Interessen widmen.  
>

Sehen wir Sie bald mal wieder in einer unserer Veranstaltung?
Mal sehn was sich ergibt. Nach einer ersten Orientierungsphase als Pensionär wird es sicher so sein, dass die persönlichen Interessen wieder in den Vordergrund rücken. Ich bin sicher, dass es dazu dann auch ein Angebot in unserer vhs gibt. 
>

Was geben Sie den Leserinnen und Leser mit auf dem Weg?
>
Die vhs  ist überregional aufgestellt und so organisiert, dass jeder Bürger, von Sulzdorf bis Oberfladungen an allen Angeboten teilhaben kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stetig  damit beschäftig ein aktuelles und für alle Altersklassen und Lebenssituationen interessantes Programm auf die Beine zu stellen. Die Kommunen, die der GmbH beigetreten sind unterstützen die vhs nach Kräften finanziell so, dass gute Angebote gemacht werden können. Es liegt an uns diese Angebote zu nutzen, unsere VHS ist eine Einrichtung, die jedem von uns vielfältige Möglichkeiten bietet.

"Ich bedanke mich für das nette Gespräch und wünsche Ihnen nun eine gute Zeit und wohlverdienten Ruhestand. Wir freuen uns jetzt schon, Sie bald wieder bei uns, in einem unserer vielen Programmangebote anzutreffen."

Florian Schmitt
Geschäftsführer der vhs Rhön und Grabfeld gGmbH

 

Dozenten gesucht

Die Volkshochschule Rhön und Grabfeld hat immer wieder Bedarf an neuen Kursleiterinnen und Kursleitern. Eine pädagogische Vorbildung ist wünschenswert, aber nicht unbedingt Voraussetzung. Es gibt viele Fortbildungsmöglichkeiten, um Sie bei Ihrer Tätigkeit zu unterstützen.
Wenn Sie auf Ihrem Fachgebiet fit sind und gerne bei uns unterrichten möchten, bewerben Sie sich bitte schriftlich bei uns:

vhs Rhön und Grabfeld
smart@die-vhs.de

Praktikumsplätze

vhs Rhön und Grabfeld gemeinnützige GmbH

Tel.: +49 9776 7090980
Kundenservice@die-vhs.de
Lage & Routenplaner